Die Turnierordnung der Schachfreunde Birkenfeld e

Die Turnierordnung der Schachfreunde Birkenfeld e.V.

§1  Diese Turnierordnung tritt mit der Bestimmung in Kraft, langfristig über Jahre hinaus unverändert zu bleiben. Gründ für eine Änderung sind eine Änderung der Spielregeln oder der Turnierordnung des Weltschachbundes oder des Deutschen oder Badischen Schachbundes oder eine grundlegende Änderung des Verlaufs des Clubabends. Solche Gründe sind vom 1.Vorsitzenden festzustellen.

  Eine Änderung der Turnierordnung ist den Turnierteilnehmern vor Beginn des Turniers mitzuteilen.

§2  Zur Förderung der Spielstärke der Mitglieder werden vom Turnierleiter folgende Turniere mit folgenden Turnierbedingungen ausgeschrieben

§3 Das Vereinsturnier

3.1  das Vereinsturnier soll in den Wintermonaten im Rundensystem durchgeführt werden, wobei bei geringer Teilnahme Doppelrunden gestattet sind. Es wird in nach Spielstärke getrennten klassen gespielt, die sich Meisterturnier (A-Turnier), Hauptturnier (B-Turnier) und allgemeine Turnierklasse (C-Turnier) nennen. Die Teilnehmerzahl  sollte in Meister bzw. Hauptturnier 10 Spieler betragen. Ferner gehören Auf- und Abstiegsrunden zwischen den einzelnen Klassen zum Vereinsturnier.
3.2  Abstiegsregelung für Meister und Hauptturnier
(i)   0-6 Teilnehmer: 0 Spieler direkter Abstieg,         0 Spieler Abstiegskampf (ii)   7-9 Teilnehmer:                 0 Spieler direkter Abstieg,         1 Spieler Abstiegskampf (ii) 10 Teilnehmer:                    1 Spieler direkter Abstieg,         1 Spieler Abstiegskampf (iv)  über 10 Teilnehmer:           2 Spieler direkter Abstieg,         1 Spieler Abstiegskampf
3.3 Aufstiegsregelung für Haupt und Allgemeines Turnier
Der Erstplazierte steigt direkt auf.
(i)   0-12 Teilnehmer:                der Zweitplazierte bestreitet Aufstiegskampf.
(ii)  über12 Teilnehmer:             der Zweiter und Dritter bestreiten Aufstiegskampf.
3.4 Regelungen des Auf- und Abstiegskampfes
(i) 1 Teilnehmer:         steigt direkt auf
(ii) 2 Teilnehmer:        Sind beide aus der selben Klass, so steigen beide direkt auf. Ist das nicht der Fall, so werden zwei Partien gespielt, wobei die Farben wechseln. Bei unentschiedenem Ausgang behält der höherklassige Spieler sein Spielrecht und der andere Spieler steigt nicht auf.
(iii) 3 Teilnehmer:       Es wird ein Rundenturnier gespielt. Die beiden erstplazierten steigen auf, der Drittplazierte steigt ab. Bei Punktegleichheit der Drittplazierten rtritt Sonnborn-Bergerwertung in Kraft. Besteht auch hier Punktgleichheit, so gilt: Der Höherklassige Spieler behält sein Spielrecht. Handelt es sich um die Aufstiegskandidaten, so steigt der Zweitplazierte auf und Drittplazierte steigt nicht auf
3.5  Eine einmalige Sondergenehmigung zur Spielberechtigung in der Meisterturnier- bzw. Hauptturnierklasse kann an neu hinzugekommene Spieler vom Turnierleiter und 1.Vorsitzenden erteilt werden. Ein Spieler mit Sondergenehmigung muß für den Klassenerhalt 40% der möglichen Punkte erreichen. Er wird bei der Teilnehmerzahl für die Abstiegsregelung nicht mitgezählt.
3.6 Spielberechtigung
3.6.1.    Spielberechtigt im Meisterturnier sind:
(i) alle Spieler mit Spielrecht im Meisterturnier
(ii) Die Aufsteiger vom Hauptturnier
(iii) Der Sieger des offenen Pokalturniers der SF Birkenfeld
3.6.2.    Spielberechtigt im Hauptturnier sind:
(i) alle Spieler mit Spielrecht im Hauptturnier
(ii) Die Absteiger des Meisterturniers
(iii) Die Aufsteiger des allgemeinen Turniers
3.6.3.    Spielberechtigt in der allgemeinen Turnierklasse sind alle Spieler des Vereins, die in keiner höheren Klasse spielberechtigt sind.
3.7  Der Spieler des Meisterturniers, der nach Beendigung des Turniers die meisten Punkte hat, erhält den Titel Vereinsmeister 19.. der Schachfreunde Birkenfeld e.V.
3.8 Bei Punktgleichheit am Ende eines der Turnier Meisterturnier, Hauptturnier, allgemeines Turnier wird wie folgt verfahren:
3.8.1     Geht es um den Klassensieg, so werden zwei Partien mit wechselnden Farben gespielt. Wer mindestens 1,5 Punkte erreicht, hat den Klassensieg erreicht. Bei unentschiedenem Ausgang entscheidet SB-Wertung. Ist auch diese gleich, so werden die Farben erneut ausgelost und die nächste Gewinnpartie entscheidet, wobei die Farben wieder wechseln.
3.8.2     geht es nicht um den Klassensieg, so entscheidet SB-Wertung. Ist eine Platzentscheidung notwendig (z.B. im Falle des Abstiegs), so wird falls Wertungsgleichheit vorliegt ein Wettkampf gespielt, bei der die nächste Gewinnpartie entscheidet.(siehe auch 3.8.1)
3.8.3     Sind drei oder mehrere Spieler punktgleich, so wird, wenn nötig ein Rundenturnier gespielt. Bei Punktgleichheit entscheidet SB-Wertung. Ist diese auch gleich so wird wieder ein Stichkampf nach einem der obigen Muster ausgetragen.

§4 Das offene Pokalturnier der SF Birkenfeld e.V.

4.1  Dieses Turnier soll in Frühjahr oder Sommer durchgeführt werden.
4.2 Das Turnier wird im Doppel-K.O.-System durchgeführt, d.h. wer 1,5 Punkte abgibt, scheidet aus. Der Spieler, der zuletzt im Wettbewerb verbleibt, erhält den Titel Pokalsieger 19.. der Schachfreunde Birkenfeld e.V.
4.3 Es wird jede Runde neu ausgelost, wobei darauf geachtet wird, dass Paarungen, die schon einmal da gewesen sind, nur dann nochmals auftreten, wenn es nicht anders möglich ist.
4.4 bei ungerader Spielerzahl in einer Runde, erhält ein Spieler Freilos, d.h. er ist automatisch für die nächste Runde qualifiziert.
4.5 Ein Spieler soll nicht im Verlauf des Turniers ein zweites Freilos erhalten. Erhält ein Spieler entweder ein zweites Freilos oder einen Gegner erneut, so wird Regel 4.3. durchbrochen
4.6  Partieverlegungen sind bei diesem Turnier nicht möglich
4.7 Um auf jeden Fall einen Sieger zu erhalten, wird beim gleichzeitigen Ausscheiden sämtlicher noch im Wettbewerb verbliebenen Spieler wie folgt verfahren:

4.7.1     Bei zwei Spielern werden Partien mit 10 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie gespielt. Wer zuerst drei     Punkte hat, ist Sieger.

4.7.2     Bei mehr als zwei Spielern, wird ein doppelrundiges Schnellschachturnier ausgetragen. Bedenkzeit wie bei 4.7.1

§5 Das Blitzturnier um die Vereinsmeisterschaft

5.1 Das Turnier wird an einem Abend in einem Rundenturnier entschieden
5.2 Für das Turnier sind die Blitzschach regeln der FIDE maßgebend
5.3 Der Spieler mit den meisten Punkten erhält den Titel Blitzmeister …. der Schachfreunde  Birkenfeld e.V.
5.4 Bei Punktgleichheit wird wie in §4 verfahren, bloß mit 5 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie.

§6 Weitere Turnier können vom Turnierleiter ausgeschrieben werden. Er bestimmt den Austragungsmodus und das Reglement.

§7 Spielberechtigt ist nur der Schachspieler, der sich den vom Turnierleiter festgesetzten Turnierbedingungen unterwirft. Überdies gilt: Für die Vereinsmeisterschaften ist die Mitgliedschaft im Verein erforderlich. Die übrigen Turniere stehen jedermann offen.

§8 Es wird nach den Regeln des Weltschachbundes (FIDE) gespielt. Sie sind als Bestandteil dieser Turnierordnung anzuwenden, soweit nachfolgend oder vorstehend nichts anderes bestimmt ist.

§9 Die Turnierleitung obliegt dem satzungsgemäß gewählten Turnierleiter. Seine Entscheidung ist in jedem Fall verbindlich. Will er eine Frage nicht allein entscheiden, so kann er den 1.Vorsitzenden oder im Fall der Verhinderung dessen satzungsgemäßen Vertreter bzw. im Fall der Verhinderung ein Mitglied des Vorstandes auffordern, zwei Mitglieder zur Mit­be­rat­ung und Entscheidung zu benennen. Der so von Fall zu Fall gebildete Turnierausschuß ent­scheidet unter Vorsitz des Turnierleiters  mit Stimmenmehrheit nach Anhörung der evtl. Beteiligten. Das Verfahren bestimmt der Turnierleiter. Er gibt auch die Entscheidung des Ausschusses bekannt. Sie ist verbindlich.

§10 Die Spielzeit beträgt 40 Züge in zwei Stunden bei einer Gesamtspielzeit von 4 Stunden. Nach Wiederaufnahme von Hängepartien beträgt sie 20 Züge je Stunde bei einer Gesamtspieldauer von mindestens vier Stunden. Zeitüberschreitung hat den Verlust der Partie zur Folge. Der Spielabend ist in der Regel der Vereinsabend.

§11 Der Sieger, im Remisfalle der weiße Spieler, ist verpflichtet, das Spielergebnis zu melden.

§12 Eine Remisvereinbarung kann nicht vor dem 30.Zug getroffen werden, sofern dies nicht –aufgrund ganz besonderer Umstände- der Turnierleiter bestätigt. Ein Remisvorschlag kann von einem Spieler nur dann erfolgen, wenn er seinen Zug ausgeführt hat. Mit einem Remisvorschlag setzt er die Uhr des Gegners in Gang. Dieser kann das Angebot annehmen oder ablehnen, sei es mündlich, sei es durch Ausführung eines Zuges. In der Zwischenzeit kann der Spieler der den Vorschlag gemacht hat diesen nicht zurücknehmen. Ein Remisvorschlag kann durch einen Spieler nur wiederholt werden, nachdem der Gegner sich seinerseits des Rechtes, Remis vorzuschlagen, bedient hat.

§13 Wer in drei aufeinander folgenden Runden unentschuldigt nicht erscheint, wird so behandelt, als habe er seinen Rücktritt vom Turnier erklärt. Außerdem wird er für das nächste Spieljahr für das Vereinsturnier gesperrt. Bei Rücktritt oder Ausscheiden eines Spielers aus anderen Gründen werden gespielte Partien gestrichen, wenn weniger als die Hälfte der Partien gespielt sind. Ist die Hälfte oder mehr als die Hälfte der Partien gespielt, werden die restlichen Partien als verloren gewertet.

§14 Hängepartien sind innerhalb einer angemessenen Nachfrist zu beenden, deren Dauer der Turnier­leiter bestimmt. Grundsätzlich sollen sie am nächsten Turnierabend gespielt werden. Vor der letz­ten Runde eines Turniers müssen alle Hänge- und Nachholpartien beendet sein, ansonsten erfolgt Partieverlust für den für die Verzögerung verantwortlichen Spieler, eventuell auch für beide Spieler. Der Turnierleiter entscheidet dies. Ein Spieler kann im Laufe eines Tunieres höchstens zweimal eine Partieverlegung beantragen unter der Voraussetzung, dass sein Fernbleiben ernsthaft begründet ist.

§15 Erscheint ein Spieler nicht zur festgesetzten Spielstunde – in der Regel der Clubabend, Beginn 19.30 Uhr- so muss seine Uhr 30 Minuten nach Beginn des Clubabends in Gang gesetzt werden. Es ist gestattet seine Partie mit Einverständnis des Gegners erst um 20.00 Uhr zu beginnen. Dies gilt nicht als Spielverlegung. Erscheint der Spieler überhaupt nicht und hat es sich seinem Gegner oder dem Turnierleiter nicht entschuldigt, so wird die Partie als verloren gewertet. Dasselbe gilt, wenn bei der in gang gesetzten Uhr eine Stunde verstrichen ist, ohne dass der Gegner erschienen ist.  Ist strittig, ob einen Entschuldigung ausreichend ist, so entscheidet der Turnierleiter. Falls beide Spieler unentschuldigt nach einer Stunde Laufzeit der Uhr fehlen, ist die Partie für beide Spieler als verloren zu werten. Ein Nachholtermin ist hierbei unzulässig.

§16 Gewonnene Partien werden nur gewertet, wenn der Sieger seine und die Züge des Gegners aufgezeichnet hat. Dieses Partieformular ist Eigentum der Turnierleitung

§17 Die anhängende Turnierordnung für Blitzturniere ist Bestandteil dieser Turnierordnung.

§18 Es ist mit beiderseitigem Verlust verbunden, den Termin einer Partie eigenmächtig ohne vorherige Zustimmung des Turnierleiters zu verlegen.

§19 Die Ranglisten, nach der in den Mannschaftskämpfen des Badischen Schachverbandes gespielt wird, wird in einer Versammlung nach Anhörung der aktiven Spieler, des Turnierleiters und der Mannschaftsführer vom Vorstand festgesetzt.

§20 Der Turnierleiter ist berechtigt, bei Zeitüberschreitung eines Spielers die Partie für beendet zu erklären mit Verlust für den Spieler der die zeit überschreitet. In Blitzpartien besitzt dieses Recht niemand außer den beiden Spielern.

§21 Die Turnierordnung liegt im Geräteschrank des Vereins zur Einsicht aus.

                                                                                                           September 1983

Die Turnierordnung der Schachfreunde Birkenfeld e.V. vom September 1977 tritt hiermit außer Kraft und dies vorliegende Turnierordnung tritt in Kraft.

 
Unterschriften:

 
H.M. Hubel                             Christian Kratochwil