Verein - Pressebericht Pressebericht KW 05-2017 Fabian Metzger - 31.01.18

Erste Mannschaft kämpft

Großzügig adaptiert von einer alten Gewitterregel lautete das Motto des vergangenen Spieltags: „gegen Buchen nach sicheren Punkten du musst suchen“. Denn irgendwie lag es in der Luft, es knisterte regelrecht, dass Buchen obwohl eigentlich spielstark dieses mal zu schlagen sein könnte. Und so ging es auch gleich los, Jürgen Becht eigentlich ein Inventar der zweiten Mannschaft spielte so wie immer, wenn er in der Ersten aushelfen muss – Sieg durch spielfrei.

Das nächste Ergebnis war das des Autors, der diesen Umstand gerne schamlos ausgenutzt hätte und seinen eleganten Start-Ziel-Sieg in blumigsten Worten beschrieben hätte. Die Partie spielte sich im Grunde wie von selbst, doch irgendwo wurde der Sieg verpasst und das Spiel endete durch dreimalige Zugwiederholung in einem forcierten Remis. Zu diesem Zeitpunkt war das trotzdem ein gutes Ergebnis, denn die übrigen Partien standen überwiegend aussichtsreich. So auch mittlerweile die Partie von Lena Kühnel an Brett 3. Los ging es dort mit einem frühen Bauernverlust, der einen sehr zufriedenen Ausdruck auf das Gesicht ihres Gegners zauberte. Ich wollte ihr schon zuraunen: „sind ungleiche Läufer du kannst immer noch Remis schaffen“. Zum Glück ist das verboten, denn Lena dachte gar nicht daran sich zum Remis zu mauern. Sie nutzte die augenscheinlich offensive, aber durch den Bauerngewinn in Wirklichkeit fehlplatzierte Figurenstellung ihres Gegners um ihrerseits entscheidende Schlüsselpositionen zu besetzen. Durch elegante taktische Manöver eroberte Lena weitere Bauern. Am Ende gelang es ihr dann auch noch die ungleichen Läufer zu tauschen, und sie gewann mit Leichtigkeit. Eine wirklich beeindruckende Partie, gegen einen der nominell stärksten Buchener. In der Zwischenzeit hatte auch unser Brett 7 Jens Kürten seine Partie remisiert und unser Brett 1 Joachim Braun seine Schwarzpartie in ein sicheres Unentschieden gelenkt. Er stand zwar anfangs unbequem, fand aber die richtigen Züge und die Partie war ausgeglichen. Spannender dagegen ging es an Brett zwei in der Partie von Merten Hubel zu. Anfangs recht aussichtsreich stehend folgte eine kleine Ungenauigkeit wodurch ein Bauer verloren ging und der Kontrahent mit seinen Leichtfiguren tief in die Stellung eindringen konnte. Aufgrund der sehr offenen Stellung war es allerdings extrem kompliziert die richtigen Züge zu finden. Merten gab zwei Bauern und erreichte so die zwar aktivere Stellung. Aber der positionelle Vorteil konnte den materiellen Nachteil nur aufwiegen, aber nich überwiegen. So endete auch diese Partie nach 6 h Spielzeit mit einer Punkteteilung. Da leider die Partien an Brett 5 und 6 verloren gingen stand es schlußendlich 4-4 unentschieden. Schade, ein Sieg wäre anhand der Partieverläufe drin gewesen, trotzdem ein weiterer Achtungserfolg.