Schach-960
FEN-Ausgangsstellung Nr: 518

Bitte geben Sie eine Nummer (0...959) für die Berechnung einer Chess 960-Ausgangsstellung ein und tippen anschließend auf setzen, um diese Stellung anzuzeigen.

Anmerkung:Die Stellung 518 entspricht der "normalen Grundstellung"

Alternativ können Sie auf losen tippen. Es wird dann eine zufällige Stellung ausgelost und angezeigt.


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Regeln für Schach-960

Chess960, ursprünglich auch Fischer Random Chess genannt, ist eine von Schach-Großmeister Bobby Fischer entwickelte Schachvariante mit 960 möglichen unterschiedlichen Ausgangsstellungen. Genaugenommen ist es eine Verallgemeinerung des Schachspiels durch eine fast beliebige Anordnung der bekannten Schachfiguren auf der Grundreihe jeder Partei.

Zum ersten Mal vorgestellt wurde diese Variante am 19. Juni 1996 in Buenos Aires. Fischers Ziel war es, eine Schachvariante zu entwickeln, die mehr Gewicht auf die Kreativität und das Talent des Spielers legte, als auf das Auswendiglernen und Analysieren von Eröffnungen. Dies sollte durch zufällige Eröffnungsstellungen erreicht werden, die ein Auswendiglernen von Eröffnungszügen wenig hilfreich erscheinen lassen.

Die Regeln für Chess960 wurden 2009 vom Weltschachverband FIDE als Bestandteil der Schachregeln in ihr Regelwerk („Laws of Chess“, Anhang F) aufgenommen.

Die Eröffnungsstellungen im Chess960 müssen die folgenden Regeln erfüllen:
  • Die weißen Bauern stehen auf ihren üblichen Positionen.
  • Alle übrigen weißen Figuren stehen in der ersten Reihe.
  • Der weiße König steht zwischen den weißen Türmen.
  • Ein weißer Läufer steht auf weiß, der andere auf schwarz.
  • Die schwarzen Figuren werden entsprechend den weißen spiegelsymmetrisch platziert.
  • Steht zum Beispiel der weiße König auf f1, so wird der schwarze König auf f8 gestellt.

Ist die Eröffnungsstellung erst einmal gefunden, wird praktisch eine normale Schachpartie gespielt. Alle Figuren folgen den aus dem normalen Schach bekannten Regeln.

Rochaden

Wie im normalen Schach ist es auch im Chess960 jedem Spieler einmal pro Spiel erlaubt zu rochieren. Da die Positionen des Königs und der Türme nicht den regulären Positionen entsprechen müssen, muss die Rochade neu definiert werden:

  • Nach der c-Rochade (entspricht der langen Rochade) steht der König auf der c-Linie, der rochierende Turm auf der d-Linie.
  • Nach der g-Rochade (entspricht der kurzen Rochade) steht der König auf der g-Linie, der rochierende Turm auf der f-Linie.
  • Das bedeutet, dass die Endpositionen der beteiligten Figuren jeweils genau denen der zugehörigen Positionen im normalen Schach entsprechen.

Weiterhin gelten diese "normale" Rochade-Regeln:

  • Alle Felder zwischen Start- und Zielfeld (inklusive) von König und rochierendem Turm müssen frei von weiteren Figuren sein.
  • Ein Spieler darf nur dann rochieren, wenn zuvor weder der betreffende Turm noch der König bewegt wurden.
  • Der König darf weder vor noch nach der Rochade im Schach stehen und kein bedrohtes Feld überqueren.

Aus den angeführten Regeln, können sich ungewöhnliche Situationen ergeben, beispielsweise:

  • In einigen Eröffnungspositionen können nach der Rochade Positionen besetzt sein, die beim normalen Schach frei sind. (Zum Beispiel kann die a-Linie nach der großen Rochade besetzt sein.)
  • In einigen Eröffnungspositionen kann es vorkommen, dass nur der Turm oder nur der König bei der Rochade gezogen wird. Dies tritt auf bei Ta1/b1, Kc1; Th1, Kg1 bzw. Ke/f/g1, Td1; Kb/c/d/e1, Tf1
  • Es ist möglich, dass König und Turm bei der Rochade in die gleiche Richtung ziehen. Bei der c-Rochade tritt dies z.B. bei Kb1,Ta1 oder Kf1,Te1 (bzw. entsprechend auf der 8. Reihe) auf.
Tips zum Spiel

Die Untersuchung der Eröffnungen von Chess960 steckt noch in den Kinderschuhen, aber es gibt auch hier einige fundamentale Grundregeln.

  • Der König sollte geschützt werden.
  • Kontrolle über die zentralen Felder bleibt wichtig.
  • Die Figuren sollten wie im normalen Schach schnell entwickelt werden, wobei die niedrigerwertigen Vorrang genießen sollten.
  • Einige Eröffnungspositionen haben ungeschützte Bauern, auf deren Schutz man besonders achten sollte.
Notation

Da die Eröffnungsposition in der Regel eine andere ist als im normalen Schach, muss sie in der Notation mit vermerkt werden.

Spiele, die mittels der Portable Game Notation (PGN) notiert werden, können die Eröffnungsposition mit Hilfe der Forsyth-Edwards-Notation (FEN) als Wert des „FEN“-Tags, festhalten. Die Rochade wird, wie im normalen Schach, als O-O bzw. O-O-O notiert.